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Wahlpflichtfächer

Allgemeines

Das Wahlpflichtfach ist eine der wesentlichen Säulen der Realschule plus. Es vermittelt einerseits vertiefte fachliche Kompetenzen, andererseits leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Berufsorientierung, zur informationstechnischen und zur ökonomischen Bildung. Im Rahmen von schülergemäßen Projekten erarbeiten sich die SchülerInnen nach und nach Kernkompetenzen der unterschiedlichen Fachbereiche.

Das Kernangebot des Wahlpflichtbereiches umfasst die Fächer Französisch, Hauswirtschaft und Sozialwesen (HuS), Technik und Natur (TuN) und Wirtschaft und Verwaltung (WuV). Schulische Schwerpunkte sind möglich, daher wird an der Anne-Frank-Realschule plus für Klassenstufe 9 und 10 ein Anfängerkurs Französisch angeboten.

Zu Beginn von Klassenstufe 6 können die SchülerInnen das Fach Französisch wählen. Hierfür sollten in Klassenstufe 5 mindestens befriedigende Leistungen in den Fächern Deutsch und Englisch erzielt worden sein. Alle anderen SchülerInnen belegen in Klassenstufe 6 die sogenannten Orientierungskurse der drei Fächer HuS, TuN und WuV. Die Dauer der Orientierungskurse beträgt jeweils ca. 12 Unterrichtswochen. Auf diese Art und Weise haben alle SchülerInnen bis zum Ende des Schuljahres die drei Fächer kennengelernt. Aufgrund dieser Erfahrungen, der erzielten Leistungen und ihrer individuellen Neigungen entscheiden sie sich ab Klassenstufe 7 für eines der drei Wahlpflichtfächer. Dieses Fach muss dann bis zum Ende der Schulzeit belegt werden. Ein Wechsel ist nur noch in Ausnahmefällen möglich. Im Rahmen des Wahlpflichtfachunterrichts findet in Klassenstufe 7 für alle SchülerInnen ein informationstechnischer Basiskurs statt. Das erworbene Basiswissen wird in den Klassenstufen 8 bis 10 weiter vertieft.

Auch im Rahmen der Versetzungsordnung nimmt das Wahlpflichtfach eine besondere Rolle ein. Mit guten Leistungen im Wahlpflichtfach können beispielsweise mangelhafte Leistungen der Fächer Deutsch, Englisch oder Mathematik ausgeglichen werden. Gleichzeitig können mangelhafte Leistungen im Wahlpflichtfach durch gute Leistungen in den Nebenfächern ausgeglichen werden.

Nachfolgende Grafiken zeigen Ihnen übersichtsartig das Wahlpflichtfachangebot unserer Schule. Beachten Sie bitte, dass in diesem und im nächsten Schuljahr in den Klassenstufen 9 und 10 die auslaufenden Wahlpflichtfächer der "alten Realschule" unterrichtet werden.

Übersicht Wahpflichtfachangebot ab Schuljahr 2017/18

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Hauswirtschaft und Sozialwesen

Jeder Mensch ist immer auch Teil einer sozialen Gemeinschaft, die auch hauswirtschaftliches Handeln notwendig macht. Diese Tatsache nimmt das Fach Hauswirtschaft und Sozialwesen als Grundlage und versucht einen Blick in die häusliche, soziale, gesellschaftliche und berufliche Umwelt zu geben.

Das Fach HuS bereitet die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch auf die Lebenswirklichkeit vor, fördert das soziale Verständnis und Engagement und kann darüber hinaus auch das Interesse für Dienstleistungsberufe (in den Bereichen Erziehung, Gesundheit, Hauswirtschaft und Sozialwesen) wecken.
Die Schülerinnen und Schüler sollen alle Probleme lösen können, die ihnen beispielsweise in den Bereichen Haushaltsmanagement und Ernährung, aber auch Wohnen und Erziehung begegnen. In diesen Bereichen sollen sie für sich und für andere Verantwortung übernehmen und diese aktiv mitgestalten können.

Gemeinsames Lernen und Arbeiten in verschiedenen Projekten soll die Schüler dazu befähigen, zunehmend selbstständig Arbeitsprozesse zu organisieren, zu strukturieren, zu planen und durchzuführen. Dabei werden bewährte Inhalte aus den Fächern Arbeitslehre, Familienhauswesen, Sozialpädagogik und Praxis in der Schule miteinander verknüpft und unter Einbeziehung der Unterrichtsprinzipien Berufsorientierung, Ökonomische Bildung und Informatische Bildung verwirklicht.

Der „Orientierungskurs“ in der Klassenstufe 6 gibt einen Einblick in die inhaltlichen Schwerpunkte und Arbeitsweisen des Faches. Hat man sich am Ende der 6. Klasse für dieses Wahlpflichtfach entschieden, so werden in der 7.-10. Klasse die Einzelthemen in verschiedenen Projekten vertieft und erweitert.
Gerade im Fach HuS sind theoretische und praktische Lernbereiche sehr eng miteinander verknüpft.

Folgende Lernbereiche stehen auf dem Plan:

  • Familie (Welche Formen von Familie gibt es? Welche Bedeutung hat die Familie?)
  • Erziehung (Welche Erziehungsstile gibt es? Wie werden Kinder zu sozial verantwortlichen Menschen?)
  • Gesundheit (Was kann ich dafür tun, um möglichst lange gesund zu bleiben? Wie pflege ich kranke Kinder und ältere Menschen?)
  • Konfliktmanagement (Wie kommunizieren wir sinnvoll? Wie begegne ich Konflikten?)
  • Hilfseinrichtungen / staatliche Hilfen (Wie unterstützt der Staat die Familie? Wo kann ich mir bei persönlichen Problemen Hilfe holen?)
  • Wohnen (Wie gestalte ich meine Wohnung so, dass ich mich wohl fühle und die Einrichtung gleichzeitig praktisch ist? Was kostet alleine wohnen?)
  • Freizeit (Welche Möglichkeiten sinnvoller Freizeitgestaltung gibt es?)
  • Ernährung (Wie ernähre ich mich in bestimmten Lebensphasen? Wie ernähre ich mich gesund? Welche Lebensmittelunverträglichkeiten gibt es? Wie kommt es zu Essstörungen?)
  • Nahrungszubereitung (Wie verarbeite ich verschiedene Lebensmittel?)

Technik und Natur

Untenstehender Tabelle sind ausgewählte Beispiele aus dem T.u.N.-Unterricht zu entnehmen:

Klassenstufe

Ziele/Inhalt

Praktische Übungen

6

Werkzeugkunde und Umgang mit Werkzeugen

Sicherheit und Unfallverhütungsmaßnahmen: „Wie halte ich eine Säge oder eine Feile richtig, ohne meine Finger zu verletzen.“

Bau eines „Stundenplanhalters mit Stifteblock“ und Ablagefach für den Schreibtisch zu Hause.

7

Umgang mit der Ständerbohrmaschine

Zertifikat „Bohrmaschinenführerschein“

Holzverarbeitung

Laborarbeit

 

Bohrübungen

Hierzu „Onlinetest“

Bau eines „Solitärspiels“

Wasseruntersuchungen.

Nach einem Überblick über sie Wassersituation in unserer Region gehen wir auf die geschichtliche Entwicklung der Metropolregion ein

- Wasser als Antrieb einst und heute

- Rheinausbau und Nutzung der Altrheinarme

- Wasserqualität  Untersuchung  verschiedener Proben mit Indikatorenanalyse aus den  Aquanalkoffern.

-Besuch  einer Wassereinrichtung (Schleuse, Museumsschiff oder Forschungsschiff)

8

Metallverarbeitung

Schneiden, sägen, entgraten, bohren, versenken, nieten, Gewinde schneiden, biegen,…

Bau diverser elektronischer Schaltung

Metalle miteinander verbinden                                      zwei Bleche miteinander vernieten ( Hohlnieten und Popp-    nieten

- Lötübungen, z.B. ein Kabel auf       eine Reiszwecke löten

- Bau von verschiedenen Löt-verbindungen mittels einer Holzplatte und Reiszwecken.

- Bau von Stromkreisen und einfache Schaltungen wie z.B. eines Lügendetektors (Feuchtigkeitsmelder)bis hin zu einer Sirenenschaltung

9

Metallverarbeitung und Elektronik:

„Wie stelle ich eine gute elektronische Lötverbindung her.“

Verbinden von Kabeln

Herstellung von Schaltungen

Erstellen von Schaltplänen mit elektronischen Bauteilen (Widerstände, Kondensatoren, LED´s,…)

Bau einer Sirene oder Wächterschaltung

10

Robotik

 

Weitere Aufgabenstellungen ergeben sich aus der Interessenlage der SchülerInnen, die nicht nur bei der Themenwahl mitbestimmen können, sondern auch mitentscheiden, wie lange ein Thema behandelt wird und wie tief man in eine Problemstellung einsteigt.

Beispiel: Oberbegriff „Verkehr“

 Der Oberbegriff „Verkehr“ lässt in den verschiedenen Klassenstufen auch verschiedene Lösungsansätze zu:

 - „Verkehr zu Wasser“: Ausgehend von der Fragestellung: „Schwimmt – schwimmt nicht“ werden Themenbereiche wie spezifisches Gewicht oder auch „Auftrieb“ besprochen. So können einfache oder auch schwerere Modellboote mit diversen Antrieben konstruiert und gebaut werden (Batteriebetrieb, Solarbetrieb, Gummiantrieb oder Antrieb über Wasserdampf,…).

 - „Verkehr zu Lande“: Auch hier eröffnen sich jede Menge Möglichkeiten, je nach Kombination mit entsprechenden Themen oder Klassenstufen. So ist der Bau eines „Rennwagens mit Mausefallenantrieb“ durchaus genauso interessant wie der Bau eines „Autosmit Getriebe und Solarantrieb“. In beiden Fällen können anschließend Messungen und statistische Auswertungen (computergestützt) vorgenommen werden (Welcher Wagen fährt am schnellsten, welcher am weitesten, welche Variationsmöglichkeiten ergeben sich,…).

 -„Verkehr in der Luft“: Die SchülerInnen lernen anhand von einfachsten Fluggeräten (Papierflieger???) das „Prinzip des Fliegens“ kennen und können dann die erarbeiteten Erkenntnisse auf komplexere Flugzeugmodelle übertragen.

Wirtschaft und Verwaltung

Unser Leben ist geprägt von ökonomischen Gegebenheiten. Unsere globalisierte Welt verlangt von den SchülernInnen, sich immer wieder auf neue Herausforderungen einzustellen, um ihre berufliche Zukunft zu gestalten und die private Vorsorge den sich wandelnden Erfordernissen anzupassen.

Im Wahlpflichtfach Wirtschaft und Verwaltung lernen die SchülerInnen, sich in ökonomisch geprägten Lebenssituationen zu orientieren und als Konsument, Arbeitnehmer, Unternehmer oder Wirtschaftsbürger bedürfnisgerecht und reflektierend zu handeln. Wir möchten die Jugendlichen in die Lage versetzen, wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Zusammenhänge zu erkennen und daraus Folgerungen für das eigene Handeln zu ziehen.

Bereits im Orientierungsangebot der Klassenstufe 6 bekommen die SchülerInnen beispielsweise durch die Organisation und Durchführung eines Pausenverkaufs ein Gespür dafür, wie Preise entstehen, Anreize wirken und welche Möglichkeiten es gibt, Geld zu verdienen.

In den Klassenstufen 7 – 10 erfahren sie dann z.B. durch die Gründung einer Schülerfirma wie Betriebe funktionieren, Entscheidungen unter wirtschaftlichen Bedingungen getroffen werden, wie Geld- und Bankgeschäfte erledigt werden und dass hierbei auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen eine Rolle spielen. Dabei lernen sie auch gesellschaftspolitische Interessensgegensätze kennen.

Eine Teilnahme am Fach Wirtschaft und Verwaltung erleichtert vielen Schulabgängern den Übergang in Berufe im kaufmännischen und im Verwaltungsbereich sowie die Fortsetzung der Schullaufbahn in wirtschaftskundlichen Bildungsgängen beispielsweise der Fachoberschule, der Berufsfachschule 1 oder des Wirtschaftsgymnasiums.

Anne-Frank-Realschule plus

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