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Pädagogisches Konzept des Bildungsgangs "Berufsreife"

Die Arbeitsgruppe "Berufsreife" hat mit Beginn des Schuljahres 2010/11 die Arbeit aufgenommen. In diesem Schuljahr bestand die Hauptaufgabe darin, eine Erstkonzeption für den Bildungsgang "Berufsreife", Klassenstufe 7, zu erarbeiten.

Vorteilhaft war in der Folge, dass die Anne-Frank-Realschule plus im Schuljahr 2011/12 vorzeitig mit einer Berufsreifeklasse 7 starten konnte. Hierdurch wurden frühzeitig vielfältige Erfahrungen gesammelt, die parallel zur Erprobung der Erstkonzeption in einer Evaluation einmündete und für zahlreiche Veränderungen gesorgt hat. Beispielsweise wurde recht schnell erkannt, dass die im Vorfeld entwickelten Arbeitspläne sich in der Realität nur schwer umsetzen ließen, da sie zunächst eher auf fachliches Lernen ausgerichtet waren. Jedoch brauchen Schülerinnen und Schüler der Berufsreifeklassen wesentliche Unterstützung im Bereich der Lernmethodik, von daher war es folgerichtig, die Arbeitspläne um weitere sinnvolle Bestandteile aus dem Bereich des "Lernens lernen" zu erweitern.

Ergänzend hierzu wurde ein passgenaues Förderkonzept, basierend auf entsprechenden Veränderungen der Stundentafel, erarbeitet, das es nun zu erproben und weiter anzupassen gilt.

Kernziele des Bildungsgangs "Berufsreife":

  1. Sämtlichen SchülernInnen des Bildungsgangs Berufsreife muss der Weg in den Bildungsgang Sekundarabschluss I so lange wie möglich offen gehalten werden. Dies soll durch das spezifische Förderkonzept und durch eine notwendige Ergänzung der Arbeitspläne erzielt werden. Das Förderkonzept ist weiter unten genau beschrieben.
  2. Ein passgenaues Konzept der Berufsorientierung mit unterschiedlichsten schulinternen Informationsveranstaltungen, mit insgesamt vier Wochen Betriebspraktikum und der intensiven und guten Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit soll den SchülernInnen einen optimale Vorbereitung auf das Berufsleben bieten.
  3. Ab dem Schuljahr 2013/14 wird das Konzept der Berufsorientierung durch den sogenannten "Praxistag" ergänzt. Neben den Betriebspraktika haben SchülerInnen dann die Möglichkeit, einen Tag in der Woche in einem Ausbildungsbetrieb mitzuarbeiten und somit längerfristige Erfahrungen im Arbeitsprozess zu sammeln. Gleichzeitig werden Kontakte geknüpft, die eventuell in ein Ausbildungsverhältnis einmünden.

Stundentafel

Stundentafel BR

 

Förderkonzept im Bildungsgang "Berufsreife"

  1. Lernzeit: Die SchülerInnen kennen bereits aus Klassenstufe 5 und 6 das Modell der Lernzeit. Dort werden nicht nur die Hausaufgaben angefertigt oder gemeinsam für anstehende Überprüfungen geübt, in der Lernzeit ist auch Raum für Spiel und Spaß. Darüber hinaus festigen die SchülerInnen Lerntechniken, sie lernen also das Lernen.
    Dieses erfolgreiche Angebot wird in Klassenstufe 7 und 8 weitergeführt. In Klassenstufe 7 umfasst das Angebot insgesamt vier, in Klassenstufe 8 ebenfalls vier Unterrichtsstunden "Lernzeit".
  2. Berufsorientierung: Umfangreiche Informationen von Seiten der Unternehmen im Rahmen von Berufsinformationsbörsen innerhalb und außerhalb der Schule sowie des Berufsberaters der Agentur für Arbeit werden ergänzt durch die unterrichtliche Berufsorientierung.

    In den Berufsorientierungsstunden der Klassenleiterin bzw. des Klassenleiters (Klassenstufe 8 und 9 je zwei Unterrichtsstunden pro Woche) werden darüber hinaus individuelle Bewerbungsschreiben verfasst, Einstellungstests geübt und Bewerbergespräche simuliert. Insgesamt vier Wochen Betriebspraktikum für die SchülerInnen der Klassenstufen 8 und 9, seit Schuljahr 2014/15 ergänzt durch den Praxistag (SchülerInnen befinden sich einen Tag pro Woche in einem Ausbildungsbetrieb), sollen nicht nur informieren und jungen Menschen erste berufliche Erfahrungen in Ausbildungsbetrieben vermitteln, sondern insgesamt zu einer soliden Berufswahlentscheidung führen und die entsprechenden Kontakte zu Ausbildungsbetrieben vermitteln. Bereits entstandene Netzwerke zwischen Schule und diversen Unternehmen, sowie das Projekt in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer "Azubis finden", können hierbei äußerst hilfreich sein und erste Wege ebnen. 

  3. Vorbereitungskurs für das 10. Schuljahr: Am Ende jedes Schulhalbjahres können die SchülerInnen bei entsprechenden Leistungsvoraussetzungen  in den Bildungsgang "Sekundarabschluss I" umgestuft werden.
    Diese Möglichkeit besteht auch noch am Ende der 9. Klassenstufe. Um begabte SchülerInnen sinnvoll auf die 10. Klassenstufe vorzubereiten, wird hierzu ein Vorbereitungskurs eingerichtet. Der Vorbereitungskurs umfasst drei Unterrichtsstunden pro Woche und findet nachmittags statt.

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